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Uruguayisch-Deutsche Gesellschaft für Außenpolitik

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Thorsten Frei neues Mitglied des Stiftungsrates der Münchner Sicherheitskonferenz: Sicherheitsfragen als Chefsache

Die Münchner Sicherheitskonferenz teilte mit, dass Thorsten Frei (CDU), Chef des Bundeskanzleramtes und einer der wichtigsten Vertrauten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), in den Stiftungsrat der Konferenz berufen wurde.

Deutscher Botschafter (a.D.) Wolfgang Ischinger, Präsident des Stiftungsrates der Münchner Sicherheitskonferenz (l.) und Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramtes (r.). Quelle: Bundesregierung / Juliane Sonntag.
Deutscher Botschafter (a.D.) Wolfgang Ischinger, Präsident des Stiftungsrates der Münchner Sicherheitskonferenz (l.) und Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramtes (r.). Quelle: Bundesregierung / Juliane Sonntag.

Diese strategische Entscheidung ist mehr als ein symbolischer Akt: Sie erklärt die  Außenpolitik zur Chefsache. Mit Frei zieht nicht nur ein erfahrener Innenpolitiker in das höchste Gremium der Stiftung Münchner Sicherheitskonferenz ein, sondern faktisch das Bundeskanzleramt selbst.

Für Staaten wie Uruguay, Argentinien und Chile ist es entscheidend, mit wem sie über Themen der Sicherheit  sprechen können. Wenn die Münchner Sicherheitskonferenz künftig als Ausdruck strategischer Regierungspositionen gelesen werden kann, ohne aber ihre Unabhängigkeit zu verlieren, ohne aber ihre Unabhängigkeit zu verlieren, folgt daraus eine noch größere Dialog- und auch Handlungsbereitschaft  aller Beteiligten.

«Außenpolitik aus einem Guss» und Zivilgesellschaft: Eigentlich ressortübergreifend

Wenn der Chef des Bundeskanzleramtes –  zentrale Figur der Koordinierung innerhalb der Bundesregierung – im Stiftungsrat der Konferenz sitzt, entsteht eine neue Dimension der von Außenminister Wadephul (CDU) berufenden »Außenpolitik aus einem Guss«, zwischen Regierung, Diplomatie, Sicherheitspolitik und Gesellschaft. Gleichzeitig gewinnt die Bundesregierung mit der Berufung Freis eine neutrale, aber wirkungsvolle Stimme in der wichtigsten Institution Europas  in sicherheitspolitischen Themen. Das ist von wichtiger Bedeutung, da zivilgesellschaftliche Institutionen bei bestimmten Themen größeren Spielraum besitzen als Staatsregierungen selbst.

Lateinamerika und der Globale Süden: Wirkung außerhalb Europas

Mit der Integration des Chefs des Bundeskanzleramtes in den Stiftungsrat entsteht ein Raum, in dem Deutschland nicht ausschließlich reflektiert, sondern an politischer Bedeutung gewinnt und direkten Zugang zu einer Gesamtheit an Informationen aus aller Welt erhält. Das schafft Bedingungen, Möglichkeiten und Fähigkeiten für Länder wie Uruguay, Argentinien und Chile, die funktionale sicherheitspolitische Partnerschaften suchen sollten, nicht nur auf Basis von Erklärungen, sondern von Struktur und Klarheit.

Fazit: Die Münchner Sicherheitskonferenz

Präsident der Ukraine Volodymyr Zelenskyy (l.) und Dr. Benedikt Franke, CEO und stellvertretender Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz (r.) vor der Konferenz 2025.. Quelle: MSC/Schulze.
Präsident der Ukraine Volodymyr Zelenskyy (l.) und Dr. Benedikt Franke, CEO und stellvertretender Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz (r.) vor der Konferenz 2025.. Quelle: MSC/Schulze.

Die Münchner Sicherheitskonferenz ist das weltweit führende Forum für neutrale Debatten zu internationaler Sicherheitspolitik. Die Konferenz versammelt mehr als 450 Staatsoberhäupter, Ministerinnen und Minister, Führungspersonen von internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen sowie führende Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Medien, Forschung und Zivilgesellschaft.

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